Digitale Barrierefreiheit lohnt sich, egal ob Sie gesetzlich dazu verpflichtet sind oder nicht. BITV und BFSG sind für viele Organisationen der erste Anstoß, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Aber wer Barrierefreiheit nur als Pflichterfüllung betrachtet, lässt einiges liegen. Denn sie ist in erster Linie für Menschen da, und damit letztlich auch für Ihren Erfolg.
Barrierefreiheit ist für den Menschen
Wir stoßen im Alltag viel häufiger an digitale Barrieren, als wir es wahrnehmen. Manchmal fängt es schon beim Zugang an: Nicht überall gibt es stabilen Breitbandanschluss, oft muss ein schwaches Mobilfunksignal reichen.
Und dann die ganz normalen Situationen: Sie wollen schnell Bankgeschäfte erledigen oder im Supermarkt mit dem Smartphone bezahlen, die Einkaufstasche in der anderen Hand. Sie versuchen, einen Text auf dem Display zu lesen, während die Sonne blendet. Im Auto gibt das Navi per Sprachausgabe den Weg durch, kein Blick vom Display nötig. Auf dem Fahrrad weist die Smartwatch per Vibration auf die nächste Abzweigung hin. In der Bahn laufen die Untertitel, damit die Mitfahrenden ihre Ruhe haben. Und ein Link, bei dem sofort klar ist wohin er führt, hilft allen weiter, nicht nur denen, die einen Screenreader nutzen.
Das sind barrierefreie Lösungen. Die meisten davon nutzen wir täglich, ganz selbstverständlich, ohne groß darüber nachzudenken.
Barrierefreiheit im Netz funktioniert nach demselben Prinzip. Klare Strukturen, verständliche Formulare, ausreichende Kontraste – das macht digitale Angebote für alle einfacher nutzbar. Nicht nur für Menschen mit Behinderung, sondern für jeden, der gerade ungünstige Bedingungen hat.